Amsterdam Rotlichtviertel

Spaziergang durch das historische zentrum dieser schönen stadt

34 Geschichten
3.9 km
2-3 hours
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Über diese wanderroute

Ein Viertel der roten Neonlichter, der Fensterprostitution, der Coffeeshops und Kneipen, die niemals zu schließen scheinen. Ein Viertel, das in jedem Reiseführer steht, meistens mit einer Warnung daneben. Aber vergiss für einen Moment alles, was du zu wissen glaubst. Denn De Wallen sind so viel mehr als ihr Ruf...

Denn dies ist der älteste Teil von Amsterdam. Hier begann die Stadt vor mehr als achthundert Jahren. Hier gruben mittelalterliche Arbeiter die ersten Grachten, Kaufleute bauten ihre Lagerhäuser, und die Kirche segnete die Fischer, die auf die Zuiderzee hinausfuhren.

Auf diesem Spaziergang erzähle ich dir von Sexarbeit, von Drogenhandel und von der harten Realität hinter den roten Lichtern. Aber wir sprechen auch über Kunst und Architektur, über religiöse Verfolgung und Toleranz, über Seeleute und Kaufleute, über Mut und Verzweiflung.

Highlights

Highlights

  • Preview
  • Condomerie
  • Casa Rosso
  • Moulin Rouge
  • Zeedijk
  • The Bulldog Coffeeshop
  • Alte Kirche

Preview

Condomerie

Warum sehenswert: Das weltweit erste Kondome-Fachgeschäft von 1987 präsentiert über 500 Sorten als kulturelles Statement.

Gründer Theodoor van Boven durchbrach bewusst Tabus. Die Warmoesstraat 141 wurde zur bunten Galerie der Verhütung. Tatsächlich kaufen hier mehr Touristen Souvenirs als Kondome. Von fluoreszierend bis XXXL-Format - alles professionell präsentiert.

Casa Rosso

Wissenswertes: Seit 1969 läuft hier das dienstälteste erotische Theater Europas mit über 25 Millionen Besuchern.

Am Oudezijds Achterburgwal 106 dreht sich noch immer das berühmte rotierende Bett. Keine Videos, keine moderne Technik - ausschließlich Live-Aufführungen. Bemerkenswert ist die Konstanz: Während andere Etablissements verschwanden, blieb Casa Rosso mit seiner klassischen Neonreklame bestehen. Der Audioguide Amsterdam erklärt die ökonomischen Hintergründe dieser Beständigkeit.

Moulin Rouge

Im Jahr 1911: eröffnete hier bereits ein Varietétheater für Seeleute und Hafenarbeiter.

Das heutige Moulin Rouge empfängt jährlich 300.000 Besucher. Die Eintrittspreise liegen unter denen des Casa Rosso bei vergleichbarer Qualität. Ein praktischer Hinweis für preisbewusste Besucher.

Zeedijk

Kaum bekannt: Diese ehemalige Deichstraße gegen die Zuiderzee beherbergt Europas ältesten chinesischen Tempel.

In den 1980er Jahren war hier das Heroin-Zentrum Amsterdams. Heute steht der He Hua Tempel (erbaut 2000) zwischen Restaurants und Coffeeshops. Hausnummer 1 von 1550 ist eines von nur zwei erhaltenen Holzhäusern Amsterdams. Bei diesem Stadtrundgang Amsterdam zeigt sich die bemerkenswerte Transformation: Von der Drogenmeile zum multikulturellen Viertel - ohne Beschönigung der Geschichte.

The Bulldog Coffeeshop

Besonderheit: Der erste legale Coffeeshop Amsterdams, ironischerweise 1975 in einer ehemaligen Polizeiwache eröffnet.

Henk de Vries machte aus der Provokation ein Geschäftsmodell. Oudezijds Voorburgwal 90 bleibt das Original der inzwischen expandierten Kette.

Alte Kirche

Die Geschichte: Amsterdams ältestes Gebäude (1213) steht bewusst zwischen Rotlichtfenstern - eine 800-jährige Koexistenz.

Saskia van Uylenburgh, Rembrandts Ehefrau, liegt unter Grabplatte 29K. Prostituierte lassen hier noch heute ihre Kinder taufen. Die selbstgeführte Tour Amsterdam zeigt: Die Kirche akzeptiert ihre Umgebung und thematisiert sie in Kunstausstellungen.

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