Leiden an einem Tag

Erleben Sie Leiden an einem Tag.
Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo und hören Sie die deutschsprachigen Geschichten, sorgfältig gesammelt von einem lokalen Guide.

45 Geschichten
4.9 km
120 min
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Über diese wanderroute

Rembrandts Geburtsstadt, Ausgangspunkt der Pilgerväter und seit 1575 Sitz der ältesten Universität der Niederlande: Leiden ist kompakt, aber geschichtsreich. Auf diesem Stadtrundgang erkunden Sie die Stadt auf eigene Faust — entlang der Rapenburg-Gracht, vorbei an der Pieterskerk und hinauf zur Burcht, einem mittelalterlichen Burghügel mitten in der Stadt. Die selbstgeführte Audiotour folgt nicht dem schnellsten, sondern dem schönsten Weg — vorbei an Hofjes, Wandgedichten und Ecken, die man sonst übersehen würde. Gesprochene Hinweise leiten Sie durch die Straßen, und auf der Karte in der App sehen Sie jederzeit, wo Sie sind. Pausieren Sie, wann immer Sie möchten.

Highlights

Highlights

  • Preview
  • Burcht von Leiden
  • Koornbrug
  • Hooglandse Kerk
  • Jan Pesijnshof
  • Pieterskerk
  • Gravensteen

Preview

Burcht von Leiden

Warum sehenswert: 900 Jahre alte Motte auf einem 12-Meter-Hügel – hier geprägte Münzen aus dem 11. Jh. fand man bis nach Russland.
Zinnenkranz ca. 6 m hoch, fast 1 m stark. 1651 erwarb die Stadt die Anlage von den Van-Wassenaers (70.000 Gulden). Dein Audioguide Leiden erklärt, warum Bürgermeister sich bis 1795 Burggraf nannten. Über die Zinnentreppe gibt’s Panorama über die Stadt.

Koornbrug (Kornbrücke)

Wissenswertes: Unter der Doppeldach-Konstruktion von 1824 lagerten Getreidesäcke; Deckenöffnungen sorgten für Belüftung.
Der Steinbogen von 1642 war Dreh- und Angelpunkt des Kornhandels. Das Stadtwappen mit Schlüsseln ist von Ähren umrahmt. Ein Stadtrundgang Leiden führt hier vorbei – die neoklassizistischen Dächer schützten die Ware. Am Fischmarkt steht der Tuchhändler als Statue.

Hooglandse Kerk (Kirche)

Die Geschichte: Unvollendete gotische Kreuzbasilika mit 65-m-Querhaus; das niedrige Schiff wirkt gegen den hohen Chor fast klein.
1535 stoppten die Arbeiten, als Haarlem Bischofssitz wurde. Beim Bildersturm 1566 stellte sich der Bürgermeister mit gezogener Pistole der Menge. Diese selbstgeführte Tour Leiden zeigt auch die Nutzung als Kornspeicher während der spanischen Belagerung.

Jan Pesijnshof

Kaum bekannt: Die englischen Pilgrim Fathers lebten in Leiden jahrelang vor der Abreise 1620 – dieser Hof (1683) erinnert daran.
Gestiftet von Jean Pesijn (Lille) für ältere Mitglieder der wallonischen Gemeinde. Zwölf Häuschen mit Unterstützung; über dem Tor die Regentenstube, an der Rückwand eine Sonnenuhr (1924). Höfe wie dieser prägen die Leiden Sehenswürdigkeiten.

Pieterskerk (Kirche)

Besonderheit: Kirche ohne Turm – der 110-m-Turm stürzte 1512 ein; der junge Rembrandt besuchte hier die Lateinschule.
Pilgerprediger John Robinson ist hier bestattet, ebenso Jan Steen und Herman Boerhaave. Die Fenster gingen 1807 bei der Pulverexplosion (18 t) verloren. Heute: Events zwischen Grabdenkmälern – und eine rätselhafte Mumie.

Gravensteen

1853: Letzte Hinrichtung – danach endete die 600-jährige Gefängnisnutzung des Turms (12. Jh.).
Erbaut vom Grafen von Holland; im Keller hingen die Ketten. Auf dem Platz Das Gericht wurden Strafen vollzogen. Heute sitzt hier die juristische Fakultät – Ketten wichen Gesetzbüchern. Eine selbstgeführte Tour Leiden erzählt diese Justizgeschichte greifbar.

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