Erleben Sie Avignon an einem Tag.
Gehen Sie in Ihrem eigenen Tempo und hören Sie die Deutschsprachigen Geschichten,
sorgfältig gesammelt von einem lokalen Guide.
Sieben Päpste regierten von Avignon aus die christliche Welt — ihr Palast ist bis heute der größte gotische Bau Europas. Auf diesem Stadtrundgang erkunden Sie die Stadt auf eigene Faust: vom Papstpalast über die berühmte Brücke Pont Saint-Bénézet bis zur Place de l'Horloge und den Gärten des Rocher des Doms hoch über der Rhône. Die selbstgeführte Audiotour folgt nicht dem schnellsten, sondern dem schönsten Weg — durch Gassen und über Plätze, die man sonst übersehen würde. Gesprochene Hinweise leiten Sie durch die Stadt, auf der Karte in der App sehen Sie jederzeit, wo Sie sind. Pausieren Sie, wann immer Sie möchten.
Warum sehenswert: Die größte gotische Palastanlage der Welt, wo sieben Päpste residierten, als Rom zu gefährlich wurde.
Von 1309 bis 1377 war dies das Zentrum der Christenheit. Mit 15.000 Quadratmetern Fläche übertrifft es sogar den Vatikan. Papst Clemens V. floh hierher aus Furcht vor römischen Giftmischern. Sein Vorgänger überlebte nur elf Monate. Die Fresken der Privatkapelle sind bemerkenswert erhalten.
Wissenswertes: Unter diesem Platz liegt ein römisches Forum, wo bereits vor 2000 Jahren Handel getrieben wurde.
Der Uhrenturm aus dem 15. Jahrhundert versteckt sich hinter dem Rathaus. Die mechanischen Glockenschläger (Jacquemarts) funktionieren noch. Die Platanen von 1881 ersetzten kranke Ulmen. Dieser Audioguide Avignon zeigt, wo Einheimische noch heute beim Morgenkaffee diskutieren. Tatsächlich hat sich die Funktion als sozialer Mittelpunkt nie geändert.
Im Jahr 1810: Vermachte der Arzt Esprit Calvet seine Sammlung der Stadt, die sie zunächst verkaufen wollte.
Das Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert beherbergt ägyptische Mumien neben impressionistischen Gemälden. Freier Eintritt am ersten Sonntag im Monat. Die Rembrandt-Radierung ist eines von drei bekannten Exemplaren.
Kaum bekannt: Niemand tanzte je "auf" der berühmten Brücke - das Lied sang ursprünglich von "unter" der Brücke.
Ein Hirte namens Bénézet behauptete 1177, Gott habe ihm befohlen, eine Brücke zu bauen. Als Beweis hob er einen unmöglichen Felsblock. Nur 4 der 22 Bögen trotzten der Rhône. Die Kapelle in der Mitte birgt noch seine Gebeine. Dieser Stadtrundgang Avignon zeigt, wo mittelalterliche Händler Zoll zahlten. Die Brücke ins Nichts verdient heute mehr an Touristen als je am Handel.
Besonderheit: Ein 30 Meter über der Rhône thronender Felsen, seit 4000 Jahren besiedelt.
Der Garten von 1830 bietet Schatten und Provence-Panorama. Eintritt frei, beste Zeit: Sonnenuntergang.
Die Geschichte: Papst Innozenz VI. errichtete 1355 diese 4,3 Kilometer lange Mauer, weil er den Bürgern misstraute.
Nie angegriffen, schützte sie ironischerweise später Protestanten vor Katholiken. Diese selbstgeführte Tour Avignon zeigt alle 39 Türme und 7 Tore intakt. Bedenkt man, dass die Mauern heute Touristen hineinleiten statt Feinde abwehren - die Geschichte hat ihren eigenen Humor.